Präventionsangebote im Rahmen der Schulsozialarbeit
„Warmer Wind für Deine Seele“ ist ein Kleingruppenangebot für SchülerInnen der Stufe 2 und 3. Es hat zum Ziel Kinder zu bestärken, sich als wertvoll zu begreifen und Lösungsstrategien zu entwickeln mit Anstrengung, Herausforderung, Ängsten und Stress insbesondere im Kontext Schule umzugehen. Mit Methoden die Körper, Geist und Seele als Einheit begreifen, werden spielerisch Blockaden gelöst und der Umgang mit Belastungen verändert.
Das Angebot ist konzipiert für 5 Kinder an 5 Terminen innerhalb der Schulzeit in Absprache mit KlassenlehrerIn und Eltern.
Inhaltlich wird an den Themen gearbeitet:
- eigene Fähigkeiten wahrnehmen, einschätzen und wertschätzen
- Entspannungsmethoden erleben und erlernen, um sie eigenständig nutzen zu können
- den eigenen Körper klarer wahrzunehmen und lernen dessen Signale zu deuten
- sich als Teil der Gruppe zu erleben, sich wohlzufühlen und Spaß zu haben
Gemeinsam mit der Kollegin der GGS Donrath, die Anti-Gewalt-Trainerin ist, findet an bis zu 2 Terminen pro Schuljahr, pro Klasse der Stufe 3, ein „Soziales Training“ statt.
Das Training ist immer individuell auf die Herausforderungen der Klasse abgestimmt (Anamnesebogen).
Dieses Training beschäftigt sich mit den Themen:
- soziales Miteinander in der Klasse
- Konflikte und Gewalt
- Selbst- und Fremdwahrnehmung
- Ausgrenzung/ Diskriminierung/ Mobbing und eigenverantwortliches Handeln
Täter-Opfer-Strukturen und Deeskalationsstrategien
Ziele dieses Trainingsprogramms sind:
- ein friedfertigeres Miteinander
- die Fähigkeit zu erwerben Konfliktsituation zu erkennen
- das Erlernen und Umsetzen von Konfliktlösungsstrategien
- Kinder zu befähigen, eigenverantwortlich zu Handeln in schwierigen Situationen
- Lernen für sich und andere einzustehen
- einen größeren sozialen Zusammenhalt in der Klasse zu erreichen
Wir arbeiten gemeinsam mit der Klassenleitung und verbringen jeweils den Schulvormittag im Jugendzentrum der Stadt Lohmar. Da es dabei um ein spielerisches Erfahren, Erleben und Erlernen geht, sind bequeme Schuhe und Kleidung von Vorteil. Trainingsbeginn ist um 9.00 Uhr im Jugendzentrum. Die Kinder kommen wie gewohnt zur ersten Unterrichtsstunde zur Schule und gehen gemeinsam in Begleitung der Klassenleitung zum Jugendzentrum. Pünktlich zum Ende der 6. Stunde sind die SchülerInnen wieder an der Schule.
Zielgruppe: 8-10 Mädchen der Jahrgangsstufe 3 und 4 (nach Voranmeldung)
Zeitlicher Rahmen: die ersten 3 Donnerstage eines Monats von 13:00 bis 14:00 im Büro der Schulsozialarbeit
Inhalt und Ziel
Geschlechterspezifische Gruppenarbeit für mädchenrelevante, altersentsprechende Themen. In geschütztem und angeleitetem Rahmen gibt es Zeit zum Reden, Spielen, Basteln, Beieinandersein, Seele baumeln lassen und Spaß haben. Die Mädchen gestalten eigenständig mit Unterstützung der Schulsozialarbeiterin ihre „Mädchentreffzeit“. Das Angebot wird sehr rege und dankbar angenommen. Die Atmosphäre der geschlechterhomogenen Gruppe schafft Vertrauen und Offenheit.
Zweimal pro Jahr finden Präventionsangebote in Zusammenarbeit mit der Landesanstalt für Medien statt. Die Angebote vor Ort oder digital der Landesanstalt für Medien sind für die Schule kostenlos. In Absprache mit einer ReferentIn der Landesanstalt für Medien finden Informationsabende zu bestimmten Themen der Medienprävention statt. Die Angebote haben zum Ziel Eltern zu sensibilisieren für die Gefahren im Netz und Möglichkeiten aufzuweisen in der Gestaltung elterlicher Erziehungsarbeit im Umgang mit einem sichereren, altersentsprechenden Umgang mit der digitalen Welt.
Projekt „Mut tut gut"
Das Projekt „Mut tut gut“ ist fester Bestandteil der Präventionsarbeit an unserer Grundschule und wird mit Schülerinnen und Schülern in der Stufe 2 durchgeführt. Es handelt sich um einen Selbstbehauptungskurs, der an drei Tagen während des Unterrichtsvormittages durchgeführt wird.
Die Kinder setzen sich an diesen Tagen intensiv mit den Themen „Gefühle wahrnehmen“, „Gefühle unterscheiden können“, „Vertrauen aufbauen“, „Umgang mit Wut“, „Hilfe holen“, „Nein sagen“ auseinander. Die Themengebiete „Ich“, „Du“ und „Wir“ werden dabei angesprochen.
„Mut tut gut“ hat seinen Ursprung in den Grundgedanken, möglichst schon Kindern etwas anbieten zu können, was diese befähigt, weder Opfer noch Täter zu werden. „Mut tut gut“ ist eine Prävention für Kinder von 6 bis 10 Jahren und orientiert sich am Umgang mit alltäglichen Konflikten und Gewalt.
Grundlegende Ziele des Trainings sind, Normen und Werte zu vermitteln, die ein gewaltfreies und soziales Miteinander ermöglichen. Erreicht werden diese Ziele, indem das Selbstbewusstsein der Kinder gestärkt wird und die Persönlichkeit gestärkt wird.
Durchgeführt wird das Projekt von ausgebildeten Trainerinnen und Trainern. Offiziell evaluiert wurde das Projekt von der Uni Köln.
„Mut tut gut“ trägt nicht nur zum Sozialverhalten bei, sondern weist auch auf erste Schritte der Konfliktbewältigung hin, bietet den Kindern Strukturen an und trägt somit ganzheitlich zum sozialen Miteinander an unserer Schule bei.
Das haben die Kinder der Waldschule gelernt:
- laut „Nein" sagen
- ich habe Mut
- sich groß fühlen
- handeln ohne Gewalt
- sich wehren können
- nicht alles tun müssen, was andere sagen
- Hilfe holen
- gute Gefühle haben
- schlechte Gefühle haben
Die Finanzierung erfolgt durch die Unterstützung des Fördervereins und des Jugendamtes der Stadt Lohmar
„Mut tut gut"
Selbstbehauptung und Konflikttraining in Stufe 2
Wir thematisieren in drei Projekttagen:
- Gefühle
- Grenzen
- Umgang mit Wut
- Kooperation
- Ich, Du und Wir
Das haben wir gelernt:
- laut „Nein“ sagen
- ich habe Mut
- sich groß fühlen
- handeln ohne Gewalt
- sich wehren können
- nicht alles tun müssen, was andere sagen
- Hilfe holen
- gute Gefühle haben
- schlechte Gefühle haben

