

Unsere Schule, die „Waldschule - Gemeinschaftsgrundschule Lohmar", ist eine
staatliche Schule in der Trägerschaft der Stadt Lohmar, die für Kinder aller
Konfessionen und Nationalitäten auf der Basis einer christlichen Gemeinschaftsschule
offen ist.
Zurzeit besuchen unsere Schule ca. 300 Schülerinnen und Schüler in 12 Klassen.
Das jahrgangsübergreifende Arbeiten in der flexiblen Schuleingangsphase wurde in das jahrgangsbezogene Arbeiten zurückgeführt, eine dreijährige Verweildauer ist jedoch weiterhin möglich.
Die Lehrerkonferenz hat im Schuljahr 2007/08 beschlossen, das Klassenlehrerprinzip von Stufe 1 bis 4 durchzuführen und nur in Ausnahmefällen davon abzuweichen.
Unsere Schule wurde in Großteilen neu gebaut. Sie besteht insgesamt aus zwei Gebäudeteilen, einem Altbau und einem Neubau. Im Altbau befinden sich die Verwaltung, Sekretariat und Schulleitung, Turnhalle, Schwimmbad, sowie zwei Förderräume: das Lernstudio und der Förderraum für Kinder mit Förderbedarf im Rahmen des gemeinsamen Unterrichtes.
Im Neubau sind alle Klassen sowie die Betreuungsgruppen der „Offenen Ganztagsschule im Primarbereich“, die im Sommer 2006 begann, der sogenannte Mini-Ganztag (ehemals Randstunde), Fachräume, der Mensabereich und die Küche, der Computerraum, Ton- und Werkraum, Bücherei sowie Lehrerarbeitsräume untergebracht. Ebenfalls befindet sich hier das seit Sommer 2010 durch die Stadt Lohmar ermöglichte Familienbüro der Sozialarbeiterin Frau Rötz.
Das Lehrschwimmbecken steht auch den anderen Schulen der Stadt zur Benutzung zur Verfügung. Demnach können in der Regel nur die Kinder des dritten und vierten Jahrgangs im Wechsel Schwimmunterricht erhalten.
Der Sportunterricht muss zum Teil wegen der zu geringen Kapazität unserer Halle auch in anderen Sporthallen erteilt werden. Dies ist derzeit das Forum in Wahlscheid.
Mit Beginn des Schuljahres 2008/09 hat die Waldschule den gemeinsamen Unterricht entwickelt und aufgebaut. Als Förderschwerpunkte hat sich die Schule den Bereich der Lernbehinderung sowie der Sprachbehinderung gesetzt. Dazu ist eine sonderpädagogische Kraft an unsere Schule gekommen, die sowohl dem Kollegium als auch den Eltern als kompetente Beratung zur Verfügung stehen wird und Kinder mit entsprechendem sonderpädagogischen Förderbedarf fördern wird.
Die Sozialstruktur im Einzugsgebiet unserer Schule ist als sehr gemischt anzusehen. Es gibt ein großes Gebiet mit Eigentumswohnungen und -häusern „in guter Lage“ ebenso wie Unterkünfte für Asylbewerber und sozial schwache Familien. Der Migrantenanteil ist im Vergleich zu anderen Bezirken der Stadt Lohmar relativ hoch, teilweise haben bis zu 50% und mehr der Kinder in einer Stufe Migrationshintergrund.
Soziale Heterogenität ist aber auch aktuelle gesellschaftliche Realität. Die Vielfalt an Sprachen, Kulturen, Begabungen, familiären Hintergründen, die sich an unserer Schule finden lässt, erleben wir daher nicht nur unter dem „Problemaspekt“, sondern vor allem auch unter dem Aspekt der Chance auf Bereicherung und dem Erlernen und Erleben von Toleranz.
In unserer Schule gehört das Miteinanderleben von Menschen mit unterschiedlicher kultureller, sozialer oder religiöser Herkunft sowie unterschiedlicher Muttersprache zum Alltag der Kinder.
sind in diesem Sinne Bausteine, die zu einer gelingenden Integration beitragen sollen.
Unser Ziel ist es, die individuellen Fördermöglichkeiten aller Kinder optimal auszuschöpfen und flexibel und angemessen auf Entwicklungen zu reagieren. Dazu nehmen wir uns am Schulanfang während der ersten Schulwochen ganz besonders viel Zeit, die Lernvoraussetzungen eines jeden einzelnen Kindes zu bestimmen, um darauf aufbauend entsprechende Handlungs- und Förderplanung einzuleiten. Wir haben dazu ein umfassendes förderdiagnostisches Konzept entwickelt, das die Bausteine Diagnostik, Handlungsplanung, Umsetzung und Evaluation laufend miteinander verknüpft und uns hilft, das Lernen der Kinder angemessen zu begleiten.
Des Weiteren hat die Schule ein Konzept zur Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund entwickelt.
Das Konzept zum Gemeinsamen Unterricht wurde ebenfalls 2009 auf den Weg gebracht und durch die Qualitätsstandards von 2010 evaluiert.
Viele weitere Konzepte, die das Schulleben und die pädagogische Arbeit an unserer Schule thematisieren und konkretisieren, sind im Laufe der letzten Jahre entstanden. Sie befinden sich zum Nachlesen in der Schule und teilweise auch auf der homepage wieder.
Wie der Name schon sagt, auch die konkrete Lage unserer Schule ist etwas wirklich Besonderes.
Vor allem nach der baldigen Fertigstellung unseres neuen geräumigen Schulgebäudes sind wir nicht nur in der Nähe oder in Sichtweite eines Waldes, sondern wir „sitzen“ mitten drin.
Aus fast jedem Klassenzimmer haben wir den direkten Blick in den Wald. So sind uns jederzeit vielfältige Naturbeobachtungen möglich, die spontan in den Unterricht mit einbezogen werden können. Wir verfolgen die jahreszeitlichen Veränderungen im Wald, z.B. an den Knospen und Blüten, der Herbstfärbung oder an den fallenden Blättern der Laubbäume. Häufig können wir Tiere, wie das Eichhörnchen oder verschiedene Vogelarten, unter anderem Meisen, Eichelhäher, Rotkehlchen oder Zaunkönige, in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten.
Öffnen wir die Fenster, lassen sich die Geräusche des Waldes – Vogelstimmen, Wind rauscht in den Bäumen, Regen fällt auf das Blätterdach – als Sinneserfahrungen in Stilleübungen oder für Musik gezielt nutzen.
Schnell und problemlos ist auch ein spontaner Waldspaziergang mit der ganzen Klasse möglich, sodass für die verschiedensten unterrichtlichen Zwecke
Dabei können die Kinder den Wald mit all ihren Sinnen erfassen und somit ganzheitlich erleben. Sie erfahren somit Achtung vor der Natur und vor jedem noch so kleinen Lebewesen auf im wirklichen Sinne „natürliche“ Weise.
Weiter intensiviert wird dieser Ansatz durch die Kooperation mit der Naturschule „Aggerbogen“, die von allen Klassen unserer Schule während des Schuljahres besucht wird, um an einem gewählten Thema „rund um die Natur“ zu arbeiten.
Außerdem ist es in den Stufen 1 und 2 möglich, mit dem ortsnahen Förster zusammenzuarbeiten und mit ihm gemeinsam Exkursionen in den Wald unter fachkundiger Führung durchzuführen. Die Stufen 3 und 4 können von der „rollenden Waldschule“ besucht werden, in der sie Exponate von heimischen Waldtieren zu sehen bekommen und so auf anschauliche Weise Kenntnisse über deren Lebensgewohnheiten erwerben.
Auch die Teilnahme an der Aktion „Plant for the planet“, die uns im Frühjahr des Jahres 2008 ermöglicht wurde, ist ein weiterer Baustein in unserem Konzept „Waldschule – unser Wald als Schule“. Näheres zu dieser Aktion finden Sie unter dem Punkt „Aktuelles“ auf unsere Internetseite.
Wir wünschen uns mit unserer Arbeit, dem heute mehr denn je wichtigen Erziehungsziel des Erlernens eines verantwortungsbewussten Umgangs mit der Natur somit ein Stück näher zu kommen.
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Stand: 29.7.2011 |
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