Infos für Schulneulinge
Liebe Eltern der
zukünftigen Erstklässler!
Es ist soweit: Die
ersten Schritte zur Einschulung Ihres Kindes liegen nun vor Ihnen.
Sicherlich haben Sie eine Vielzahl an Fragen, vielleicht aber auch ein
paar Bedenken oder Sorgen bei dem Gedanken daran, dass Ihr Kind nächstes
Jahr in die Schule kommt. Wir versuchen zusammen mit den Kindergärten
Sie und natürlich auch Ihr Kind auf dem Weg zur Schule zu unterstützen
und Ihnen beratend zur Seite zu stehen.
Doch auch Sie
können Ihrem Kind den Übergang vom Kindergarten zur Schule erleichtern
und ihm helfen, fit für die Schule zu werden. Damit meinen wir nicht,
dass Sie mit Ihrem Kind bestimmte Fähigkeiten oder Fertigkeiten einüben
sollen. Es geht vielmehr darum, dass Sie ganz bewusst Alltagssituationen
nutzen, um wichtige Basiskompetenzen ihres Kindes zu fördern. Aus diesem
Grund haben wir Ihnen eine Ideensammlung mit alltäglichen Handlungen
zusammengestellt, die Ihrem Kind helfen, fit für die Schule zu werden.
Vieles davon praktizieren Sie sicherlich längst, manche Vorschläge sind
ganz banal, doch vielleicht sind Sie bisher noch nicht darauf gekommen.
Wir möchten Ihnen nur ein paar Denkanstöße geben und Sie ermuntern, Ihr
Kind im ganz normalen Alltag zu fördern. Sie werden sehen, es lohnt
sich!
Mit freundlichen
Grüßen
Schulleiterin (M.
Pössinger)
Fit für die Schule – Tipps für Eltern von Schulneulingen
1.
Selbstständigkeit
-
Kinder in die häusliche Arbeit mit einbeziehen (z.
B. Tisch decken, abräumen, Müll rausbringen …)
-
etwas gemeinsam planen (z. B. den Einkauf, ein Spiel, einen Ausflug …)
-
einkaufen (z. B. Ich
besorge die Milch und du holst uns 5 grüne Äpfel. Bestellst du heute
unsere Brötchen? Gibst du der Kassiererin das Geld?)
-
gemeinsam kochen, backen (z. B. Ich messe das Mehl ab und du rührst den Teig durch.)
-
Zimmer aufräumen (helfen ist erlaubt, aber das Kind sollte
festgelegte Bereiche allein aufräumen.
Z. B. Ich sammle deine Kleidungsstücke ein und du räumst dein
Playmobilhaus auf.)
-
sich selbstständig an- und ausziehen
-
selbstständig die Toilette benutzen und anschließend die Hände
waschen
-
Schnallen und Verschlüsse öffnen und schließen
-
Schleifen binden
-
ein Taschentuch benutzen
-
Informationen (z. B. von den Eltern an die Erzieherinnen)
weitergeben
-
fester Tagesablauf (z. B. gemeinsame Mahlzeiten an einem festen Platz), Rituale (z.
B. Morgenroutine, fester Ablauf beim Zubettgehen) geben dem Kind
Sicherheit
2.
Motorik
-
malen, basteln, falten, kneten, mit Schere, Stiften, Pinsel
umgehen
(z. B. Geschenke,
Dekorationen, Laternen … basteln, Perlen auffädeln)
-
reparieren, mit Werkzeug umgehen (z. B.
bei Reparaturen, im Garten
helfen …)
-
gemeinsam backen/kochen (z. B.
mit dem Messer schneiden,
etwas rühren,
etwas einschenken …)
-
mit Bauklötzen/ Lego …bauen
-
Spiele zur Geschicklichkeit/ Beweglichkeit (z. B.
Mikado, Yenga, Packe den Esel,
Gänsemarsch, Fit und Clever, Halli Galli Junior …)
-
Lagebeziehungen angeben, rechts/links, oben/unten …
(z. B. Kannst du mir die
Bürste bringen? Sie liegt in der obersten Schublade.)
-
gehen, laufen, rennen, hüpfen, springen, balancieren,
vorwärts/rückwärts,
rechts/links (z. B. auf einem
Spielplatz, im Sportverein)
3.
Konzentration und mathematisches Denken
-
sortieren, ordnen (z. B.
beim Aufräumen, Stifte nach der Farbe, Größe, Filzstifte/Buntstifte
… ordnen; in Papas Werkszeugkasten die Nägel und Schrauben ordnen,
beim Geschirrspüler ausräumen Besteck sortieren …)
-
zählen in konkreten Situationen (z. B.
beim Tischdecken: Wie viele Personen essen mit?
Wie viele Teller/Tassen/Messer … brauchen wir?)
-
Gesellschaftsspiele spielen, bei denen etwas abgezählt werden
muss (z. B. Würfelspiele,
Mensch ärgere dich nicht; Kuh & Co; viele HABA-Spiele; Kiki Ricky,
Quartett, Geißlein versteck dich, …)
-
sich konzentrieren (z. B.
Ich sehe was, was du nicht siehst, Wer war’s?; Memory, Wo war’s?,
Schwarzer Peter, Gerda Gacker, Differix, Zicke, zacke, Hühnerkacke,,
Puzzles legen …)
-
etwas abmessen oder wiegen (z. B.
beim Backen oder Kochen, aber
auch beim Basteln oder Bauen)
-
Gegenstände vergleichen (z. B. der Stift ist länger als der andere, eine Tafel Schokolade ist
leichter als ein Paket Zucker …)
-
Muster, Reihen entwickeln (z. B. beim
Perlen auffädeln, Bilderrahmen
gestalten, …)
-
Umgang mit Geld, selbst etwas bezahlen, spielen mit Spielgeld,
Vergleiche anstellen (z. B.
Das Spiel, das du dir wünschst, kostet so viel wie fünf Pixibücher.)
-
Tageszeiten, Wochentage, Monate, Jahreszeiten, Tagesplanung
mit den Kindern besprechen (z. B. Heute Nachmittag um drei Uhr bringe ich dich zum Spielen zu
deinem Freund. Am Samstag fahren wir zu Oma. Heute ist Mittwoch, es
dauert also noch drei Tage.)
-
Farben unterscheiden, Gegenstände nach Farben ordnen (z.
B. Perlen, Bauklötze … auch Spiele zu Farben: Obstgarten, Nanu?,
UNO, Gerda Gacker, Halli Galli Junior, Lotti, Meine ersten Spiele …)
4.
Sprache
-
erzählen lassen (z. B. von Erlebnissen, Quatschgeschichten erfinden)
-
ganz viel vorlesen (z. B. wenn man warten muss (im Restaurant,
beim Arzt, beim Friseur …), abends vor dem Zubettgehen, an
regnerischen Tagen,
dabei es sich so richtig gemütlich machen mit Decken, etwas Süßem,
leckerem Kakao …)
-
Lieder und Reime üben (z. B. Reime bei Tisch, auszählen, wer den Tisch abräumt, wer sich
als Erster Nachtisch nehmen darf …)
-
Sprachspiele spielen (z. B. Ich sehe was, was du nicht siehst,
Wer hat den Keks aus der Dose geklaut …)
-
CDs mit Geschichten oder zu Sachthemen anhören (z.
B. WAS ist WAS Junior; Willi will’s wissen …), auch über das
Gehörte sprechen (Erzähl mir mal, was Willi im Planetarium gemacht hat.)
-
über die täglichen Planungen sprechen (auch mit Orten,
Uhrzeiten, Wochentagen)
-
den Kindern Anweisungen/Aufträge erteilen, die sie umsetzen
müssen (z. B. Geh bitte mal in
die Küche. Auf dem Tisch liegt meine Sonnenbrille. Kannst du sie mir
bitte holen?)
Faltblatt "Fit für die Schule" als PDF-Datei
"Schulwegplan" mit empfohlenen Wegen und Gefahrenstellen im Ortsteil Lohmar als PDF-Datei
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Stand: 6.12.2011 |
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